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Fälschungsvorwürfe nach rumänischer Präsidentschafts-Stichwahl

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Fälschungsvorwürfe nach rumänischer Präsidentschafts-Stichwahl

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Die Präsidentschaftswahlen in Rumänien sind vorbei – aber sowohl Amtsinhaber Traian Basescu als auch sein sozialistischer Herausforderer Mircea Geoana, beanspruchen den Sieg für sich. Nach Angaben des zentralen Wahlbüros errang Basescu in der Stichwahl 50,33 Prozent der abgegebenen Stimmen, Geoana 49,66. Nun wollen die Sozialisten das Ergebnis anfechten. “Wir glauben, dass die Rumänen Mircea Geoana zum Präsidenten gewählt haben”, sagte der Generalsekretär der Partei Liviu Dragnea, “aber der Staatsapparat von Traian Basescu versucht, ihm durch Betrug eine weitere Amtszeit zu verschaffen.”

Die Wahlfälschungs-Vorwürfe der Sozialisten konnte die OSZE zunächst nicht bestätigen. Ihr zufolge verlief die Wahl weitgehend korrekt. Die Anschuldigungen müssten umgehend geklärt werden, hieß es aus der Organisation. Denn Rumänien braucht dringend eine Regierung. Das wirtschaftlich angeschlagene Land hofft auf die nächste Rate aus einem internationalen Kreditpaket – aber das Geld wird nur ausgezahlt, wenn Rumänien einen handlungsfähigen Regierungschef sowie einen Haushalt für 2010 vorweisen kann.