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Freihandelsabkommen mit Serbien tritt in Kraft

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Freihandelsabkommen mit Serbien tritt in Kraft

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Serbien kommt der Europäischen Union näher: Die EU-Außenminister setzten bei einem Treffen in Brüssel ein Freihandels-Abkommen mit dem Balkanland in Kraft. Es ist eine Vorstufe zu einem “Stabilisierungs- und Assoziierungspakt” mit Serbien – und damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Aufnahme in die EU. Die Niederlande hatten die Freihandels-Vereinbarung seit anderthalb Jahren blockiert. Die Regierung in Den Haag verlangte von Belgrad eine bessere Zusammenarbeit mit dem UN-Kriegsverbrecher-tribunal in Den Haag. Im Klartext: Belgrad soll den einstigen Militärchef der bosnischen Serben, Ratko Mladic, an das Tribunal überstellen. Ihm wird Völkermord vorgeworfen. Außerdem verlangt das Tribunal die Auslieferung von Goran Hadic, einst Anführer der serbischen Minderheit in Kroatien. Die beiden sind die letzten noch flüchtigen Angeklagten auf serbischer Seite.

Der Hauptankläger des Tribunals attestierte Belgrad in seinem jüngsten Bericht Fortschritte bei der Zusammenarbeit, und daher gaben die Niederlande ihre Vorbehalte nun auf. Bereits beschlossen war die Visafreiheit für Serben in der EU ab dem 19. Dezember.