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Gipfelstörer: Kapitalismus = Klimakrise

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Gipfelstörer: Kapitalismus = Klimakrise

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Noch ist es ruhig im Tivoli und in den Straßen von Kopenhagen, doch es ist nicht sicher, dass das in den kommenden Tagen auch so bleibt. Einige Demonstranten sind in die dänische Hauptstadt gekommen, um den Gipfel zu stören und um Klimagerechtigkeit zu erkämpfen. Die Klimakrise ist nur ein Symptom des Kapitalismus – das sagen die Leute von Climate Justice Action.

Eine junge Frau erklärt: “Climate Justice Action ist ein neues internationales Netzwerk. Seit einem Jahr bereiten wir die Proteste vor.” Und ihr Mitstreiter erklärt: “Das kapitalistische System verursacht den Klimawandel. Den Klimawandel mit mehr Kapitalismus zu bekämpfen, das macht keinen Sinn.” Das findet auch eine weitere junge Aktivistin: “Die Themen, die auf dem Gipfel diskutiert werden, basieren vor allem auf Profit und Firmengeschäften.” Und ein weiterer Anhänger von Climate Justice Action erklärt: “Jedes Abkommen, das auf diesen fehlerhaften Marktmechanismen beruht, wird nicht funktionieren. Dadurch wird nicht nur keine Luftverschmutzung abgebaut, sondern wir werden auch weiterhin den schrecklichen Einfluss auf die Gesellschaften im Süden haben, denen wir diese Projekte aufzwingen.” Während die Verantwortlichen drinnen diskutieren, verschaffen sich die Gipfel-Gegner draussen Gehör. Die sogenannten “Climate debt agents” ziehen durch Kopenhagen und fordern Passanten zum Zahlen des Klimakredit auf: “We are watching you, you know what to do, the number has been set, pays your climate debt.”