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Der umweltverträgliche Klimagipfel

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Der umweltverträgliche Klimagipfel

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Auf der Weltklimakonferenz in Kopenhagen steht die Zukunft unseres Planeten auf dem Spiel. Ein neues globales Klimabkommen soll verabschiedet werden. Die Dänen gehen mit gutem Beispiel voran und veranstalten einen umweltverträglichen Klimagipfel.

Großer Verfechter des Umweltschutzes ist Klaus Bondam, der “Bürgermeister der Fahrräder”. Er erklärt:

“Die Stadt Kopenhagen hat 30 bis 40 Millionen Euro in den Cop 15 Klimagipfel investiert. Das ist natürlich eine große Investition aber es wird den Einwohnern später zugute kommen. Während des Klimagipfels wird auf dem Rathausplatz viel organisiert, es wird Rockkonzerte geben. Wir hoffen, dass die jungen Leute daran teilnehmen und es zu keinen Krawallen kommt.”

Die ganze Welt ist zu Gast in der dänischen Hauptstadt. Die Organisatoren hatten nicht mit einem so massiven Andrang gerechnet.

Kritikern zufolge sind viel zu viele Menschen nach Kopenhagen gereist – das treibt die CO2 Bilanz in die Höhe und schadet der Umwelt. Die Besucher kommen von weit her, wir haben nachgefragt, eine Teilnehmerin erzählt: “Ich komme aus Zentralafrika und bin per Flugzeug angereist.”

Eine andere hat eine noch längere Reise hinter sich: “Ich komme aus Nepal, ich bin von Katmandu nach Dehli geflogen, von dort aus nach Wien und dann nach Kopenhagen

Die dänischen Gastgeber versuchen den verursachten CO2 Ausstoß auszugleichen.
Die Plastikbecher etwa werden zu Biotreibstoff verarbeitet und auf den Teller kommt nur Biokost.

Jan Christoph Napierski ist für die Nachhaltigkeit auf dem Klimagipfel zuständig, er erklärt:

“Der Klimagipfel verursacht rund 40 tausend Tonnen Treibhausgase. Wir berechnen nicht nur den Kohlenstoff Ausstoß sondern alle Treibhausgase. Dieser Ausstoß wird durch ein Projekt in Bangladesh ausgeglichen. Dort wird in zwei Firmen der Energieverbrauch gesenkt indem bei der Produktion weniger Kohle benutzt wird. Die Luftqualität wird verbessert und der CO2 Ausstoß erheblich verringert.”

Isabelle Kumar, Euronews Journalistin, fasst zusammen:

“Der Klimagipfel in Kopenhagen ist einzigartig. Es ist eine der größten Konferenzen der Vereinten Nationen und die erste, die versucht CO2 neutral zu sein. Es gibt Kriitk an der Größe der Veranstaltung, aber alle sind sich einig, dass am Ende ein Abkommen geschlossen werden muss.”