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Hoher Blutzoll

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Der Kampf gegen die Taliban fordert von der britischen Armee immer mehr Opfer. In Afghanistan ist nun der hundertste Soldat gefallen. Er wurde in der umkämpften Provinz Helmand von Kugeln der radikal-islamischen Taliban tödlich getroffen. Trotz des höchsten Blutzolls in dem seit acht Jahren dauernden Kampf gegen den Terror, will die britische Armee in Afghanistan bleiben.

Oberstleutnant Charlie Calder sagt: “Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr auf unsere eigenen Opfer konzentrieren. Jeder tote Soldat bedeutet eine Tragàdie für die Angehörigen. Dennoch müssen wir uns auf unserer Aufgaben konzentrieren und dafür sorgen, dass unsere Mittel und Strategien zu einem erfolgreichen Ergebnis führen.”

Doch die ständig steigende Zahl der militärischen Opfer lässt die Akzeptanz zum Afghanistankrieg in der Bevölkerung, nicht nur in Grossbritannien immer weiter schwinden. Maureen Birchall, Mutter eines Gefallenen sagt “Ich kann es irgendwie mmer noch nicht glauben, obwohl ich absolut sicher bin, dass es geschehen ist. Ich fühle mit allen, denn ich weiss was sie durchmachen. Die Beerdigung ist die eine Sache und Sean hatte eine schöne Beerdigung, wie viele andere auch. Jede Famile gab ihr Bestes. Aber danach, dann wird es sehr leidvoll.” Grossbritannien erhöht aktuell sein Kontingent um weitere 500 Mann auf fast 10.000 Soldaten in Afghanistan.