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Klimagipfel: Hoffnungen aus den USA

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Klimagipfel: Hoffnungen aus den USA

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Aus den USA kommt an diesem Dienstag ausnahmsweise die gute Nachricht für den Kopenhagener Klimagipfel: Nachdem die US-Umweltschutzbehörde Treibhausgase am Vortag als gesundheitsschädliches Gift eingestuft hat, könnte der zweitgrößte CO2-Produzent der Welt seinem Ziel näher kommen, den Ausstoß bis 2020 um 17 Prozent zu senken. Denn mit der neuen Einschätzung kann die Regierung theoretisch auch Emissionen beschränken – ohne, dass der Kongress sich auf ein Gesetz einigt. Behördenchefin Lisa Jackson äußerte sich dennoch vorsichtig: Sie sei fest der Auffassung, dass ein im Kongress verabschiedetes Gesetz der beste Weg sei, um die Wirtschaft in Richtung saubere Energien zu bewegen, sagte sie.

Doch hängt ein Klimagesetz seit Monaten in einer Kongresskammer – dem Senat – fest: Das Abgeordnetenhaus hatte den Entwurf bereits verabschiedet, doch fürchten vor allem Senatoren aus kohlefördernden Bundesstaaten die Einschränkungen. Nicht ohne Grund: die USA produzieren die Hälfte ihres Stroms aus Kohle. Das heiß auch, viele Wählerstimmen hängen an der Förderung. James Inhofe sitzt für den Bergbaustaat Oklahoma im Senat, er ist gegen CO2-Beschränkungen, ganz gleich ob per Gesetz oder einseitig von der Regierung verhängt. Millionen Jobs würden verloren gehen. Umweltschützer dagegen begrüßten den Schritt der Umweltbehörde: Sie werteten ihn als eine Art Rückversicherung, dass Präsident Barack Obama und die Regierung auch im Fall eines Scheiterns des Gesetzesvorhabens im Senat handeln werde.