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Frankreich kauft geklaute Schweizer Kontodaten

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Frankreich kauft geklaute Schweizer Kontodaten

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Ein Angestellter der HSBC Private Bank in Genf soll die Kontodaten von mehreren tausend Kunden französischen Steuerfahndern übergeben haben. Wie französische Zeitungen am Mittwoch berichten, lebt der Franko-Italiener unter falscher Identität an der Côte d’Azur. Er muss offenbar die Rache einiger Kontoinhaber fürchten, die Verbindungen zum organissierten verbrechen besitzen sollen.

Der französische Haushaltsminister Eric Woerth hatte im Sommer behauptet, die Kontodaten seien nach Steuerkontrollen in Frankreich von Schweizer Banken freiwillig und ohne Gegenleistungen übermittelt worden. Diese Angaben waren offenkundig falsch.

Die Daten dürften von dem ehemaligen Angestellten der HSBC Private Bank in Genf stammen. Es geht um eine Liste von 3000 Franzosen, die drei Milliarden Euro auf Nummernkonten in der Schweiz deponiert haben.