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HSBC Private Bank bestätigt Datenklau

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HSBC Private Bank bestätigt Datenklau

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Die Datenklau-Affäre bei der HSBC Private Bank in Genf beschäftigt nun das Finanzministerium in Paris. Ein Mitarbeiter der Bank hatte laut einem Bericht der Zeitung “Le Parisien” tausende Konten geknackt und die Daten der französischen Steuerbehörde übermittelt. Die HSBC Private Bank hat dies mittlerweile bestätigt. Der französische Haushaltsminister forderte daraufhin Steuerflüchtlinge aus Frankreich auf, ihre Lage bis Jahresende zu legalisieren. Die Daten stammten aus verschiedenen Quellen, sagte er, die man nicht öffenmtlich machen wolle – aber man habe die Daten jedenfalls nicht gekauft.

Eine Anspielung auf den Liechtenstein-Skandal, bei dem der deutsche Bundesnachrichtendienst Kontodaten kaufte. Nun hofft Frankreich auf Reue bei den Steuerflüchtlingen. “Ich denke, die Leute denken nach”, sagt ein Pariser Finanzanwalt. “Sie merken, dass sich die Lage grundlegend geändert hat und dass das Bankgeheimnis nicht mehr wasserdicht ist.”

Heikel wird die Lage allerdings dadurch, dass sich unter den Inhabern der Konten auch Angehörige der Mafia und Geheimdienstmitarbeiter befinden könnten. Der Informand jedenfalls ist untergetaucht: Er lebt heute unter falschem Namen an der Cote d’Azur.