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Irakische Regierung korrigiert Opferzahlen nach unten

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Irakische Regierung korrigiert Opferzahlen nach unten

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Im Irak sind mehrere Opfer der blutigen Attentatsserie vom Dienstag beigesetzt worden. Über die tatsächliche Zahl der Toten herrscht Unklarheit: Während zunächst von bis zu 130 Opfern die Rede war, hieß es nun aus der irakischen Regierung, dass insgesamt 77 Menschen getötet worden seien. Um die mehr als 400 Verwundeten zu behandeln, wurden die Iraker aufgerufen, Blut zu spenden – und viele folgten diesem Appell.

Experten vermuten, dass mit den Anschlägen die Position des irakischen Regierungschefs Nuri al-Maliki geschwächt werden sollte, denn im März finden im Irak Parlamentswahlen statt. Maliki fand denn auch scharfe Worte für die Attentäter: “Unsere Feinde, die Feinde der Freiheit, der Demokratie, der Stabilität und der Sicherheit, stellen ihre Niedertracht gegen unsere Errungenschaften.” Maliki geht davon aus, dass die Anschläge mit ausländischem Geld finanziert wurden, möglicherweise aus Saudi-Arabien. In Bagdad kehrte auch am Tag danach keine Ruhe ein: In einem Vorort der irakischen Hauptstadt starben zwei Zivilisten, als eine am Straßenrand versteckte Bombe explodierte, sieben Menschen wurden verletzt.