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Jüdische Siedler protestieren gegen Baustopp im Westjordanland

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Jüdische Siedler protestieren gegen Baustopp im Westjordanland

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Tausende Israelis haben am Mittwoch im Zentrum von Jerusalem gegen den Baustopp im Westjordanland protestiert. Vor zwei Wochen hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu einen auf 10 Monate befristeten Baustopp in den jüdischen Siedlungen verfügt. Die Siedler jedoch wollen das nicht akzeptieren. Sie skandierten Slogans wie “Gottes Bibel hat uns dieses Land gegeben”; Redner kündigten an, die Auflagen der Regierung zu ignorieren und überall zu bauen.

Rund 300.000 israelische Siedler leben im Westjordanland. Viele von ihnen haben ihr ganzes Leben dort verbracht. Sie befürchten, dass Netanjahu den Baustopp auf Druck der EU und der USA noch verlängern könnte. Rund 18.000 Häuser im Westjordanland sind betroffen, ausgenommen sind lediglich rund 3000 bereits im Bau befindliche Wohnhäuser sowie der arabische Ostteil Jerusalems.

Netanjahu hofft, mit dem Baustopp die Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit den Palästinensern zu fördern. Die jedoch haben bereits signalisiert, dass sie nur bei einem unbefristeten Baustopp zu Gesprächen bereit sind.