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Strafsteuer gegen Banker-Boni

Im britischen Staashaushalt fehlen nicht zuletzt wegen der Krise knapp 200 Milliarden Euro. Gleichzeitig murrt das Wahlvolk über Banker-Boni – vermutlich mehr als sechs Milliarden Euro: Das ist die Hälfte mehr als im Krisenjahr 2008.

Der Ausweg der Labour-Regierung: eine Art Strafsteuer auf hohe Banker-Boni. Das
verkündete Finanzminister Alistair Darling bei
der Vorlage des Haushalts-Entwurfs im Unterhaus.

Darling:
“Die britische Wirtschaft ist auf dem Weg der Besserung, davon bin ich fest überzeugt. Wir müssen sie weiter unterstützen, bis die Erholung sich selbst trägt. Alles andere gefährdet den Aufschwung – und das will ich nicht riskieren.”

Alle Ausschüttungen über knapp 28 000 Euro werden gleich bei der Bank mit 50 Prozent besteuert – Wirkung ab sofort bis April 2010. Das soll 600 Millionen Euro in die Staatkasse spülen.

Die zusätzlichen Steuereinnahmen sollen Krankenhäusern, Polizei und öffentlichen Schulen zugute kommen. Laut Rechnungshof hat die Rettung des Finanzsystems den britischen Steuerzahler bisher mehr als 900 Milliarden Euro an Eigenkapitalhilfen, Garantien und Bürgschaften gekostet.
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