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Streit in kopenhagen: Arm gegen Reich

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Streit in kopenhagen: Arm gegen Reich

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Beim Klimagipfel in Kopenhagen geht es heftig zu. Am dritten Tag des Treffens nahmen einige der Teilnehmer die Bandagen ab und folgten alten Konfrontationsmustern: Arm gegen Reich. China schimpfte über die EU, die USA und Japan und gegen deren angeblich viel zu geringe Redkuktionsziele.

Die in der Gruppe G77 zusammengeschlossenen 130 Entwicklungs- und Schwellenländer kritisieren einen Entwurf der dänischen Gastgeber als einseitige Parteinahme für die reichen Länder. Deren Sprecher Lumumba Di-Aping sagte, das strategische Ziel des Papiers sei es, das Gleichgewicht der Pflichten zwischen den Entwicklungs- und den westlichen Industrieländern zu zerstören. Dabei würde das Prinzip gemeinsamer wie differenzierter Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten über den Haufen geworfen. Auch drohten Konferenzteilnehmer aus Entwicklungsländern mit der Abreise.

Die Präsidentin des Klimagipfels Connie Hedegaard stritt die Existenz des Entwurfs ab. Auch ums Geld geht es. Die Industriestaaten haben eine Soforthilfe von zehn Milliarden Dollar jährlich vorgeschlagen.

Die Entwicklungsländer halten die Summe für unerheblich und befürchten zudem, statt zusätzlicher Gelder könnten solche Summen einfach von der Entwicklungsshilfe abgezogen werden.