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Streit ums Geld in Kopenhagen

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Streit ums Geld in Kopenhagen

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Es ist der Tag drei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen von insgesamt zwölf, doch es wird bereits heftig gestritten. Streit gibt es nicht nur über die Höhe der zu erreichenden Ziele bei der Reduzierung der Treibhausgase. Laute Worte fielen auch zu der von den UN vorgeschlagenen Soforthilfe für Entwicklungsländer von je zehn Milliarden Dollar in den Jahren 2010 bis 2012. Davon bietet die EU drei Milliarden pro Jahr. Der sudanesische Sprecher der in der Gruppe G77 zusammengeschlossenen Entwicklungsländer, Lumumba Di-Aping, meinte dazu, auf die Einwohner verteilt, reiche diese Summe nicht einmal für Särge – “coffins”. Der Verhandlungsführer Chinas hatte am Dienstag zum gleichen Thema ebenso kritisch gesagt, dafür könne man sich in Kopenhagen nicht einmel eine Tasse Kaffee – coffe – kaufen. Die Vorschläge seien keine offiziellen Konferenz-Dokumente, so der Verhandlungsführer der Europäischen Union, Artur Runge-Metzger. Es handelt sich zur Zeit um informelle Entwürfe. So schnell entwickelt sich in Kopenhagen die Anklage-Rethorik.