Eilmeldung

Eilmeldung

Unabhängigkeit des Kosovo wird vor Gericht verhandelt

Sie lesen gerade:

Unabhängigkeit des Kosovo wird vor Gericht verhandelt

Schriftgrösse Aa Aa

Der Krieg um das Kosovo ist vor 10 Jahren zu Ende gegangen, aber der Streit um die einstige serbische Provinz geht weiter: Vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

Vertreter der Regierung in Belgrad bezeichnen die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo als illegal und verlangen, sie für rechtswidrig zu erklären. Unterstützt wird Belgrad unter anderem von China und Russland.

Der russische Botschafter der Niederlande sagte:

“Durch diese Unabhängigkeit wird die territioriale Integrität Serbiens beschädigt. Diese Resolution ist eine einseitige Vereinbarung, die von Belgrad nicht aktzeptiert wird.”

Repräsenten des Kosovo bestehen auf die Souveränität ihres Landes. Und sie stehen damit nicht alleine: 63 Staaten haben das Kosovo bislang anerkannt, unter anderem auch die USA.

Der amerikanische Abgeordnete Harold Hongju Koh sagte am Rand der Verhandlung:

“Wir appellieren dringend an den Gerichtshof, die Unabhängigkeit anzuerkennnen. Und die wichtige Frage positiv zu bewerten: Nämlich die, ob die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo mit internationalem Recht zu vereinbaren ist.”

Im Februar 2008 hatte das kosovarische Parlament die Unabhängigkeit von Serbien ausgerufenen . Daraufhin hatte Serbien im Oktober 2008 für die Einschaltung des Gerichtshofes bei der UN-Vollversammlung in New York eine klare Mehrheit bekommen.