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VW steigt bei Suzuki ein

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VW steigt bei Suzuki ein

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Volkswagen steigt beim japanischen Autohersteller Suzuki ein und stärkt damit seine Position im Zukunftsmarkt Asien, vor allem in Indien. Hier kommt die Suzuki-Tochter Maruti auf über 50 Prozent Marktanteil.

Damit könnte Europas größter Autokonzern den Weltmarktführer Toyota schon früher vom Thron stoßen als bisher geplant – das wäre 2018. VW-Aufsichtsratschef und -Stratege Ferdinand Piech ist dann gut 80 Jahre alt.

VW-Chef Martin Winterkorn:
“Insbesondere auf den aufstrebenden Märkten Asiens kann der VW-Konzern mit Suzuki im Kleinwagensegment einen grossen Sprung nach vorne machen. Suzuki wiederum kann von unserer Kompetenz bei effizienten und umweltfreundlichen Antriebs- und Fahrzeugtechnologien profitieren.”

VW beteiligt sich mit knapp 20 Prozent an Suzuki und zahlt dafür 1,7 Milliarden Euro. Im Gegenzug
will Japans viertgrößter Autobauer bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien investieren.

Branchenexperten erwarten, dass VW in den nächsten fünf bis zehn Jahren Suzuki komplett übernimmt. Zusammen setzen die beiden jedes Jahr knapp neun Millionen Autos ab.

Analyst Fidel Helmer, Bankhaus Hauck & Aufhäuser:
“VW hat auf jeden Fall einen Fuss in der Tür des asiatischen Marktes. Die Aktie hat sehr positiv reagiert. VW ist auf dem besten Weg Weltmarktführer zu werden. Dazu ist diese Beteiligung ein weiterer Schritt.”

Erst am Montag hatte VW für 3,9 Milliarden Euro knapp die Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche übernommen. Porsche soll als
zehnte Marke in den Konzern integriert werden.

VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech hatte im September die Bemerkung fallen gelassen, zwölf Konzernmarken seien besser als zehn. Der VW-Patriarch strebt ein riesiges Autoimperium an, das vom Kleinstwagen bis zum Schwerstlaster jede Art von Fahrzeug im Programm hat.