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Europa feilscht um Klimaschutzmillionen

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Europa feilscht um Klimaschutzmillionen

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Die EU trommelt zur Klimaschutz-Kollekte in Brüssel – dicht gefolgt von Greenpeace-Aktivisten. Die schafften es, sich bei der Einfahrt der Staats- und Regierungschefs heimlich miteinzuschleusen.

Beim Gipfeltreffen an diesem Donnerstag und Freitag soll sich entscheiden, mit wie viel Geld die EU den Entwicklungsländern beim Klimaschutz unter die Arme greift.

Der schwedische EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt verwies auf die Zahlen, die er tags zuvor vorgelegt habe, mit über einer Viertel Millarde Euro pro Jahr allein von Schweden. Jetzt fordere er, dass andere ihren Beitrag leisten, und er hoffe, dies an diesem Abend hinzubekommen.

Neben Schweden haben nur wenige EU-Staaten bisher konkrete Zusagen gemacht. Belgien will beispielsweise 150 Millionen Euro über drei Jahre locker machen, Finnland, Dänemark und Großbritannien legten sich auch schon fest, während Deutschland sich mit Zahlen bis zum Gipfel bedeckt hielt.

Zusammen wollen sich die EU-Staaten auf rund sechs Millarden Euro verständigen, die sie die nächsten drei Jahre für die Anschubfinanzierung des Klimaschutzes in der Dritten Welt bereitstellen. Das ist ungefähr ein Drittel dessen, was Europa als nötige Finanzhilfe für die Entwicklungsländer bis 2013 veranschlagt. Erst danach tritt, wenn man sich denn bei der Weltklimakonferenz in Kopenhagen einig wird, der Nachfolger für das Kyoto-Protokoll mit langfristigen Finanzhilfen in Kraft.

Doch die EU feilscht in Brüssel nicht nur um Geld: Einige Mitglieder wollen die schon zugesagten 20 Prozent Emissionssenkung auf 30 aufstocken, um weltweit ein Signal zu setzen.