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Friedensnobelpreisträger Obama verteidigt Anwendung von Gewalt

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Friedensnobelpreisträger Obama verteidigt Anwendung von Gewalt

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Eine große Ehre für Barack Obama: Der US-Präsident hat am Donnerstag in der norwegischen Hauptstadt Oslo den diesjährigen Friedensnobelpreis entgegengenommen. In seiner anschließenden Rede sagte Obama, er nehme den Preis mit tiefer Dankbarkeit und großer Demut an. Aber er verteidigte auch den Einsatz militärischer Gewalt: “Ich mache mir keine Illusionen und ich kann angesichts der Bedrohungen für Amerika und seine Bevölkerung nicht untätig bleiben. Verstehen Sie mich recht: Das Böse existiert in der Welt. Eine gewaltlose Bewegung hätte Hitlers Armeen nicht aufhalten können. Verhandlungen können die Anführer von Al-Kaida nicht dazu bringen, die Waffen niederzulegen. Wenn man sagt, Gewalt ist notwendig, dann ist das nicht zynisch – es heißt, dass man die Geschichte verstanden hat, die Fehlerhaftigkeit des Menschen und die Grenzen der Vernunft.”

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Obama hatte international für heftige Diskussionen gesorgt. Das Nobelpreiskomitee hatte die Auszeichnung mit Obamas Einsatz zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern begründet.