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Inselstaaten fürchten Untergang

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Inselstaaten fürchten Untergang

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Mitten in Kopenhagen kann man auch bildlich sehen, worum es auf dem Klimagipfel geht: Die Fotos der Ausstellung ’100 places’ zeigen Orte, die es durch Erderwärmung und steigendem Meeresspiegel schon bald nicht mehr geben könnte.

Der Polarforscher Pen Hadow erklärt, das schwimmende Eis der nördlichen Polarregion sei eines der Erkennungsmerkmale unseres Planeten, wenn man aus den Tiefen des Weltalls guckt. “In diesem Frühjahr haben wir gemeinsam mit der Universität Cambridge Untersuchungen durchgeführt, um hier in Kopenhagen die genauesten Informationen zu liefern. Wir haben entdeckt, dass die Polarkappen schon in zehn Jahren kein ganzjähriges Phänomen mehr sein werden.” Durch die Erderwärmung und das Schmelzen des Eises wird das Wasser mehr – und es dehnt sich aus. In diesem Jahrhundert könnte der Meeresspiegel zwischen 20 und 80 steigen. Tief liegende Inselstaaten sind damit einer realen Bedrohung ausgesetzt. Die Verhandlungen in Kopenhagen werden ihr Überleben beeinflussen.” Tessie Lambourne ist hier, um ihr Heimatland, die Kiribati-Inseln im Pazifik zu verteidigen. Länder wie ihres sind vom Klimawandel an erster Stelle betroffen: “Stellen sie sich eine Insel vor, das nur aus einem schmalen Streifen Land besteht, mit Wasser auf beiden Seiten. Schon jetzt kommen die Stürme immer öfter und sie werden immer heftiger. Die Wellen schlagen jetzt in unsere Häuser, sie überschwemmen unsere Felder und zerstören die öffentliche Infrastruktur. Mein Volk will nicht hinnehmen, dass wir vielleicht einst unsere Heimat verlassen müssen.”