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Kopenhagen. Streit ums Klima

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Kopenhagen. Streit ums Klima

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Trotz Segnungen durch Teilnehmer beim Kopenhagener Klimagipfel ist es doch noch zum erwarteten Konflikt gekommen. Entwicklungs- und Schwellenländer unter chinesischer Führung warfen den USA und der EU vor, bei der Klimapolitik wieder alte kolonialistische Ziele zu verfolgen.

Vor allem Vertreter aus kleinen Inselstaaten sehen beim Gipfeltreffen keine erkennbaren Fortschritte. Einige wollen schon aufgeben. Ian Frey aus Tuvalu sagte: “Wir können nicht akzeptieren, wie sie hier die Verhandlungen führen. Die Sache ist für uns zu wichtig, als dass sie informell geregelt werden kann. Ich fordere sie auf, das Treffen hier zu verschieben.”

Für viele Länder ist der Gipfel schon jetzt ein Reinfall. Sie sind wütend auf die Industrienationen, die sich nach ihrer Auffassung zu wenig um die Entwicklungsländer kümmern. Der Protest wurde in Kopenhagen richtig laut. Ashwin Prabha meinte:

“Ich bin enttäuscht. Die Industriestaaten denken nur an sich selbst, an ihre eigenen finanziellen Interessen. Sie sorgen sich nicht einmal um das Überleben der Inseln. Die Stimmung wird hier immer aufgeheizter.”

Sollte durch die Erderwärumung der Meeresspiegel weiter steigen, drohen etliche Inseln im Meer zu versinken. Viele Küstenstädte, auch in Europa wären ebenfalls bedroht.

In den USA kündigten nun konservative Abgeordnete an auf dem Gipfel gegen Präsident Barack Obamas Klimaschutzpläne Front zu machen.