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Sarkozy und Brown für Boni-Steuer

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Sarkozy und Brown für Boni-Steuer

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Nicolas Sarkozy und Gordon Brown haben sich demonstrativ ausgesöhnt, bevor es zum mit Spannung erwarteten Duell am Rande des heutigen EU-Gipfeltreffens kommen konnte. Stattdessen machten sie einen gemeinsamen Vorstoß für eine Boni-Sondersteuer für Banker.

Auf dem Tiefpunkt waren die beiderseitigen Beziehungen bis dahin wegen der Nominierung Michel Barniers zum EU-Binnenmarktkommissar, die Sarkozy als Sieg französischer Regulierungspolitik über das liberale angelsächsische Modell gefeiert hatte.

Die plötzliche Kehrtwende zeigt nach Meinung von Politikforscher Piotr Kaczynski, dass die Spekulationen über eine tiefere Verstimmung doch eher ein Bild der Medien als die Wirklichkeit wiedergegeben hätten. Auch wenn es immer gewisse Spannungen zwischen Frankreich und Großbritannien geben werde.

Während die Briten nach der Nomierung Barniers, eines erfahrenden Ex-EU-Kommissars, geargwöhnt hatten, dass es mit der Freiheit der Finanzmärkte bald vorbei sei, forderten der französische Staats- und der britische Regierungschef jetzt in einem gemeinsamen Gastbeitrag im Wall Street Journal, die hohen Bonuszahlungen in der Finanzbranche weltweit mit Sondersteuern zu belegen. Großbritannien hatte bereits tags zuvor mit einer Sondersteuer für Boni über 25.000 Pfund überrascht.