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US-Senatsausschuss diskutiert Obamas Afghanistan-Pläne

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US-Senatsausschuss diskutiert Obamas Afghanistan-Pläne

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Während Barack Obama in Oslo den Friedensnobelpreis entgegennahm, ist in Washington seine neue Strategie in Afghanistan vor dem auswärtigen Ausschuss des US-Senats diskutiert worden. Mit dabei: der US-Botschafter in Kabul, Karl Eickenberry, und der Oberkommandierende der US-geführten Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal. Vor allem er ist ein Befürworter von Obamas Plänen. “Ich habe am Entscheidungsprozess des Präsidenten teilgenommen”, sagte McChrystal “und ich hatte mehrmals Gelegenheit, meine Empfehlungen und meinen militärischen Rat abzugeben. Ich denke, dass das Ergebnis dieses Entscheidungsprozesses einen realistischen und effektiven Ansatz darstellt.”

Obama will 30.000 zusätzliche Soldaten in die Kampfgebiete schicken; die ersten Truppen sollen bereits im Lauf dieses Monats eintreffen. Im Land selbst wächst allerdings der Widerstand in der Bevölkerung. Rund 200 Menschen kamen in Kabul zu einer Anti-Kriegs-Kundgebung zusammen. “Wir wollen, dass die Militäroperation der NATO und der USA gestoppt wird”, fasst die junge Latifa Lan die Anliegen der Protestierenden zusammen, “und wir wollen, dass jene vor Gericht gestellt werden, die unschuldige Afghanen bei Luftschlägen getötet haben.”

Die meisten Demonstranten hatten Angehörige bei Kampfhandlungen oder NATO-Luftschlägen verloren. Laut jüngsten Umfragen wollen rund 64 Prozent der Afghanen ein baldiges Ende des Krieges und Verhandlungen mit den Taliban.