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Kopenhagen: Unterschiedliche Reaktionen auf EU-Finanzzusagen

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Kopenhagen: Unterschiedliche Reaktionen auf EU-Finanzzusagen

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Die Ankündigungen aus Europa sind in Kopenhagen unterschiedlich aufgenommen worden. Positiv wurde vermerkt, dass die EU mehr Geld bereitstellen will, als viele Länder zunächst erwartet hatten. Dennoch sehen die meisten Delegierten in der versprochenen Summe nicht mehr als einen Anfang – so etwa die dänische Verhandlungsleiterin Connie Hedegard oder der Delegierte der Kapverdischen Inseln, Antonio Pedro Monteiro Lima. “Die Länder, die etwas beitragen können, müssen das auch tun”, meint er. “Wir sind arme Entwicklungsländer, wir sind verletzlich, wir können nicht viel ausrichten, aber die, die das können, müssen es genau jetzt tun.”

Auch Jules Kortenhorst, CEO der European Climate Foundation, sieht in der Finanzzusage der EU-Mitglieder bloß einen ersten Schritt: “Es ist von der Summe her eher am unteren Ende der Skala, aber es ist ein guter Anfang. Unseren Analysen zufolge wären ungefähr 100 Milliarden Euro pro Jahr in den nächsten 10 Jahren ein fairer und vernünftiger Betrag und der Beitrag Europas dazu würde ungefähr ein Drittel betragen.”

Die kurzfristigen Zusagen aus Brüssel sind also in Kopenhagen ganz gut angekommen, aber es besteht kein Zweifel, dass langfristig sehr viel mehr Geld fließen sollte. Und viele Entwicklungsländer machen auch klar, dass es sich um neues Geld handeln muss.