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Mafia-Boss entlastet Berlusconi - Korruptionsvorwürfe gegen Minister

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Mafia-Boss entlastet Berlusconi - Korruptionsvorwürfe gegen Minister

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Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi gibt sich bestens gelaunt – und er hat wenigstens teilweise Grund dazu. Zwar geriet er unter Druck, als ihm vorgeworfen wurde, in den neunziger Jahren Verbindungen zur Mafia gepflegt zu haben, aber gerade in dieser Frage hat ihn am Freitag der Mafia-Boss Giuseppe Graviano entlastet. Graviano verbüsst eine lebenslange Freiheitsstrafe und soll laut Aussagen eines abtrünnigen Mafioso Kontakte zu Berlusconi und Marcello Dell’Utri gehabt haben. Dell’Utri, ein Senator und Vertrauter Berlusconis wurde wegen Mafia-Kontakten bereits in erster Instanz verurteilt. Vor Gericht widersprach Graviano der Darstellung des Mafioso. Auf die Frage des Richters, ob er Verbindungen zu Dell’Utri gehabt habe, antwortete er: “Absolut nicht”

Aber nun kommt von anderer Seit Ungemach auf Berlusconi zu: Ausgerechnet Raffaele Fitto, Regionalminister und Shooting-Star in Berlusconis Kabinett, muss sich wegen Korruption vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 500.000 Euro Bestechungsgeld angenommen zu haben. Fitto bestreitet dies allerdings energisch.