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Mehr als 40 Bewerber für Ölförderlizenzen im Irak

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Mehr als 40 Bewerber für Ölförderlizenzen im Irak

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Der Irak vergibt neue Ölförderlizenzen – es wird aber nichts verramscht! Schließlich war, ist und bleibt das “schwarze Gold” die Grundlage jeder irakischen Wirtschaft. Die Ölfelder, für die Lizenzen vergeben wurden, gehören zu den bedeutendsten der Welt. Was da noch unter dem Sand liegt weckt Begehrlichkeiten bei praktisch allen Großen der Branche. Da wären zunächst die Lagerstätten Madschnun an der Grenze zum Iran. Die dortige Vorräte werden auf 12,58 Milliarden Baril beschätzt .

Wo gegenwärtig gut 45.000 Baril pro Tag gefördert werden, sollen künftig 1,8 Millionen Baril pro Tag herausgeholt werden.

Unter dem Sand von Halfaya werden mehr als 4 Milliarden Baril vermutet. Dort steigt neben den Chinesen auch die französische TOTAL ein.

Von gut 4.000 soll die Förderung bis 2016 auf über eine halbe Million Baril pro Tag stiegen.

Die im Juni begonnenen Lizenzverhandlungen sind die ersten seit 1975 – das heisst, seit der Nationalisierung der Erdölproduktion im Irak.

Ein Sprecher des staatlichen Verbandes der Erdölindustrie betont die Notwendigkeit, den Ölsektor zu entwickeln – aus eigener Kraft oder mit ausländischer Beteiligung. Die erfolge aber unter der Bedingung, dass es sich um Dienstleistungsverträge handele und nicht Beteiligungen an der Produktion. Die Botschaft ist klar: Der Irak will verhindern, dass der Profit aus der Nutzung seiner Bodenschätze wieder in fremde Taschen fließt. Trotzdem akzeptieren die weltgrößten Ölfirmen, denn es handelt sich um eine Investition in die Zukunft. Iraks Reserven sind mit 115 Milliarden Baril die drittgrößten der Welt und die Förderung könnten in den nächsten 6 Jahren nahe an das Volumen der saudi-arabischen herankommen. Durch Kriege und Konflikte der vergangenen drei Jahrzehnte sind die irakischen Förderanlagen in denkbar schlechtem Zustand. Das dürfte sich jetzt ändern, wenn die Lizenzvergaben Geld in irakischen Kassen bringen.