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Pannen-Airbus geht in die Luft

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Pannen-Airbus geht in die Luft

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Mit fast zwei Jahren Verspätung hat der Airbus A400M seinen Jungfernflug absolviert. Der Militärtransporter hob am Freitagvormittag um 10.15 Uhr vor den Augen von 2500 Gästen bei strahlendem Sonnenschein von einem Flughafen bei Sevilla ab, wo die Endmontage der viermotorigen Turbopropmaschine stattfindet.

Die A400M ist das größte europäische Rüstungsprojekt. Es ist durch Pannen und Verzögerungen gekennzeichnet. Ursprünglich sollten für 20 Milliarden Euro 180 Flugzeuge gebaut werden. Das Budget wird vermutlich um fast 40 Prozent überschritten.

Die A400M hat eine Reichweite von etwa 3100 Kilometern. Der Laderaum des Transporter bietet Platz für mehr als 100 Soldaten oder sechs Geländewagen, zwei Tiger-Hubschrauber oder einen Schützenpanzer. Kampfpanzer wie der Leopard 2 sind zu schwer für die A400M. Technische Probleme bereiteten vor allem die völlig neu entworfenen Turboprop-Triebwerke.

Am Rande des Jungfernfluges verhandelten die Rüstungsstaatssekretäre aus den sieben Partnertsaaten über die Finanzierung der Mehrkosten. Deutschland, mit 60 Maschinen der größte Abnehmer, will dass Hersteller EADS den Großteil der Mehrkosten übernimmt. Fehlplanung dürfe nicht belohnt werden heißt es in Berlin.