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Rumänien: Tausende Stimmen werden neu ausgezählt

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Rumänien: Tausende Stimmen werden neu ausgezählt

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In Rumänien wird erneut gezählt: Rund 140.000 Stimmzettel der Präsidentschafts-Stichwahl, die das Wahlbüro für ungültig erklärt hatte, müssen ein zweites Mal ausgezählt werden. Das hat das Verfassungsgericht am Freitag verfügt. Sollte sich herausstellen, dass der Vorwurf der Wahlfälschung zutrifft, kann das Gericht die Wahl für ungültig erklären.

Dabei hatte sich Amtsinhaber Traian Basescu am vergangenen Sonntag bereits als Sieger gefühlt. Allerdings war sein Vorsprung nur hauchdünn; er betrug gerade mal 70.000 Stimmen. Die Wahlanfechtung durch die unterlegenen Sozialisten bezeichnete Basescu als “demokratisch”. Sein Herausforderer Mircea Geoana hatte am Wahltag ebenfalls einen vermeintlichen Sieg gefeiert, denn laut Hochrechnungen lag er drei Prozentpunkte vorn. Nach der Veröffentlichung der Auszählungsergebnisse sprach er dann von Wahlbetrug und forderte die Annullierung der Wahl.

OSZE-Beobachter bezeichneten den Urnengang als weitgehend korrekt, verlangten aber dennoch eine rasche Überprüfung der Vorwürfe.