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Sieben Mrd. Euro für Klimaschutz in der Dritten Welt

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Sieben Mrd. Euro für Klimaschutz in der Dritten Welt

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Über sieben Milliarden Euro will die EU für den Klimaschutz in der Dritten Welt in den nächsten drei Jahren bereitstellen. Diese Zusage nach dem Gipfeltreffen in Brüssel soll nun die Verhandlungen bei der Klimakonferenz in Kopenhagen vorantreiben. Allerdings folgte prompt Kritik, dass es sich nicht unbedingt nur um neue, zusätzliche Mittel handelt.

Der schwedische EU-Ratsvorsitzende Fredrik Reinfeldt zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Erfolg seiner Kollekte: Der Gesamtbetrag der EU beziffere sich auf 2,4 Milliarden Euro pro Jahr, und es sei in der Nacht möglich geworden, Zusagen von jedem einzelnen Mitgliedsstaat und auch von der Europäischen Kommission zu bekommen.

Die insgesamt 7,2 Milliarden Euro dienen als Anschubfinanzierung für erste Klimaschutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern in den kommenden drei Jahren, bevor der mögliche Nachfolger des Kyoto-Protokolls in Kraft treten könnte.

Doch nicht nur humanitäre Organisationen kritisieren, dass dabei nur Geld aus der Entwicklungshilfe umgeschichtet wird: “Europa legt ganz offenkundig nicht 7,2 Milliarden Euro frisches Geld auf den Tisch, sondern nimmt lediglich Mittel aus bestehenden Fonds und malt diese grün an, eine Art, die Entwicklungsländer kurz zu halten”, bemängelt Reinhard Bütikofer, Vizechef der Grünen im Europaparlament.

Bei den Finanzzusagen bewegte sich die EU, bei der Emissionssenkung blieb sie beim Alten: Ehrgeizigere Ziele als die angepeilten zwanzig Prozent will sie nur setzen, wenn andere in Kopenhagen mitziehen…