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Weltweite Besteuerung für den Finanzsektor?

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Weltweite Besteuerung für den Finanzsektor?

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Nach dem öffentlichen Aufschrei über exzessive

Banker-Boni haben Europas Staats- und Regierungschefs den Internationalen Währungsfonds gedrängt, weltweite Besteuerungsmöglichkeiten für den Sektor zu prüfen. Beim EU-Gipfel war von Versicherungsprämien und einer globalen Transaktionssteuer die Rede. Großbritannien und Frankreich hatten sich für eine Sondersteuer auf Boni eingesetzt.

“Weltweite Steuern werden nicht eingeführt, solange nicht alle Finanzzentren der Welt dahinterstehen, aber ich denke, dass es dafür zunehmend Unterstützung gibt”, zeigte sich der britische Premierminister Gordon Brown realistisch. Seinem Vorstoß, Bankerboni von über 25.000 Pfund in diesem Jahr mit einer einmaligen Sondersteuer von fünfzig Prozent zu belegen, wollten die europäischen Kollegen außer Nicolas Sarkozy beim Gipfel aber nicht so recht folgen.

Deutschlands Kanzlerin bezeichnete die Idee der Boni-Besteuerung als “charmant”, sah aber für ihr Land hohe verfassungsrechtliche Hürden.

An die Banken appellierten die Staats- und Regierungschefs, solide Vergütungspraktiken und ein wirksames Risikomanagment einzuführen, und dabei sollten auch die Regierungen alle kurzfristigen Optionen prüfen. Die Einführung einer weltweiten Steuer auf Finanz-Transaktionen wurde bislang insbesondere von den USA ausgebremst.