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Kundus: Kanzleramt war für gezielte Taliban-Tötung


Afghanistan

Kundus: Kanzleramt war für gezielte Taliban-Tötung

Die Affäre um den Luftangriff auf einen Tanklaster in Afghanistan nimmt eine neue Dimension an. Wie die “Leipziger Volkszeitung” in ihrer Samstagsausgabe berichtet, soll das Bundeskanzleramt vor dem von der Deutschen Bundeswehr angeordneten Luftschlag ein schärferes Vorgehen der Bundeswehr gegen die Taliban gebilligt haben. Der für den Angriff verantwortliche Oberst Klein soll sich “regelrecht ermutigt gefühlt haben”, gezielt die Menschen und nicht die entführten Fahrzeuge anzugreifen.

Der neue Bundesverteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg lehnte jeglichen Kommentar zu diesen Meldungen ab und verwies auf den Untersuchungsausschuss, der in der kommenden Woche seine Arbeit aufnehmen wird. Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels erklärte, gezielte Tötungen von Taliban-Kämpfern seien “mit dem Geist der Bundestagsmandate für Afghanistan absolut nicht vereinbar.”

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