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Prima Klima auf Umwelt-Demo in Kopenhagen

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“Genug über das Klima geredet – jetzt müssen Taten folgen!” Das war das Motto von zehntausenden Demonstranten aus aller Welt in Kopenhagen. Sie forderten zur Halbzeit des UN-Klimagipfels ein weitgehendes Abkommen und schnelle Klimahilfe für arme Länder.

Die Dänin Helena Christensen, Ex-Supermodel und Fotografin, verlangte von US-Präsident Barack Obama weiterreichende Zusagen für den Klimaschutz: “Es ist Zeit, dass wir langsam aber sicher unser Leben ändern, unsere Alltagsgewohnheiten. Wenn das alle gleichzeitig machen, hätte das rund um den Globus eine riesige Wirkung.” Die Großkundgebung mit bis zu 100 000 Teilnehmern war selbst Teil eines globalen Events – mit über 3000 Veranstaltungen in mehr als 130 Ländern. Ein Teilnehmer aus Norwegen: “Ich bin hergekommen, weil ich für ein völlig verändertes Finanzsystem eintrete – mit dem Ziel einer besseren Umweltpolitik. Kleine Veränderungen bringen nichts. Wir müssen das System ändern und die Wirtschaft.” Zu Fuss ging es denn auch sechs Kilometer weit zum Tagungsort. Für die Konferenzpräsidentin und den Chef des UN-Klimasekretariats wurden 18 Großsegel mitgeführt, mit den Forderungen der Klimaaktivisten. Connie Hedegaard und Yvo de Boer hatten sich zum direkten und persönlichen Dialog mit den Demonstranten bereiterklärt. Euronews-Reporter Johannes Bahrke: “Eine farbenfrohe Allianz hat sich hier in Kopenhagen zusammengefunden, es ist eher eine Familienatmosphäre, es sind viele Kinderwagen hier, Fahrräder, Familien, aber es sind natürlich auch Kapitalismuskritiker dabei, NGOs und politische Parteien.” Volksfeststimmung – mit sehr ernsten Untertönen: “Wie lange wollen die Staatsführer noch zulassen, dass Menschen bei uns durch den Klimawandel sterben?” rief eine Sängerin aus dem Benin in Westafrika von der Rednerbühne.