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Erneut Festnahmen in Kopenhagen

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Erneut Festnahmen in Kopenhagen

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Auch an diesem Sonntag haben wieder zahlreiche Menschen in Kopenhagen für ein konkretes Abkommen zum Klimaschutz demonstriert. Allerdings richteten sich ihre Proteste auch gegen unangemessene Polizeigewalt. Erneut wurden gut 200 Demonstranten festgenommen, am Vortag waren es 1000, als “Vorbeugemaßnahme”, wie es hieß. Viele von ihnen mussten stundenlang gefesselt im Frost auf der Straße sitzen, bis auf 13 wurden alle wieder freigelassen. Die Umweltminister der Industrie- und der Entwicklungsländer kamen heute zu informellen Gesprächen zusammen, um Streitpunkte über ein bis Freitag angestrebtes Klimaabkommen auszuräumen. In Kopenhagen wurde mit einem Gottesdienst, an dem auch Dänemarks Königin Margrethe teilnahm, an die Notwendigkeit einer Senkung der CO2-Emmissionen erinnert. Weltweit läuteten auch Kirchenglocken für den Klimaschutz. Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu überreichte UN-Klimachef Yvo de Boer in Kopenhagen mehr als 500.000 Unterschriften für ein Klimaabkommen. Darin wird eine gerechte Aufteilung der Lasten der Erderwärmung gefordert. Seitens der dänischen Regierung hieß es allerdings, es sei noch ein “weiter Weg” bis zu einer Einigung – vor allem wegen Finanzierungsfragen.