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Polizei entschuldigt sich für Härte bei Klimagipfel

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Polizei entschuldigt sich für Härte bei Klimagipfel

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Auch am Sonntagmorgen ist es in Kopenhagen wieder zu Demonstrationen gekommen, diesmal für Klimaschutz und gegen den harten Einsatz der Polizei am Vortag. Fast 100.000 Demonstranten waren gestern nach Angaben der Veranstalter zusammengekommen, um von den in Kopenhagen versammelten Politikern ein konkretes Klimaabkommen zu fordern. Die Demonstranten hatten sich zunächst bei Sonnenschein vor dem dänischen Parlament versammelt und dabei freundliche Volksfeststimmung mit ernstem Inhalt verbreitet. Dann griff die Polizei ein: Knapp 1000 Demonstranten wurden vorübergehend festgenommen, zur “Vorbeugung”, wie es hieß. Viele von ihnen mussten bei Frost stundenlang gefesselt auf der Straße sitzen, Augenzeugen berichten von Ohnmachtsanfällen. Die Polizei entschuldigte sich inzwischen, bis auf drei wurden alle Demonstranten wieder freigelassen. Auch an diesem Sonntag treffen sich wieder Politiker, offiziell steht allerdings nichts auf der Tagesordnung. Noch bis Freitag wollen sie ein Abkommen über die Begrenzung des global bedrohlichen Temperaturanstiegs durch Treibhausgas-Emissionen aushandeln.