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Präsidentenwahl in Chile

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Siegesgewiss hat Sebastián Piñera bei der Präsidentenwahl in Chile seine Stimme abgegeben: Der 60-jährige konservative Politiker und mehrfache Millionär kann nach den Umfragen mit etwa 44 Prozent der Stimmen rechnen. Damit würde er die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang allerdings verfehlen, und so müssten die Bürger in einer Stichwahl entscheiden. Gegenkandidat wäre den Umfragen zufolge Eduardo Frei von der regierenden Mitte-Links-Koalition Concertación. In der ersten Runde dürfte er abgeschlagen auf rund 30 Prozent kommen. Der 67-jährige war bereits Präsident Chiles – in den Neunziger Jahren. Neben dem Präsidenten wird auch das Parlament neu gewählt. Etwa acht Millionen Chilenen sind wahlberechtigt. Die gegenwärtige Präsidentin Michelle Bachelet von der Sozialistischen Partei, konnte nicht wieder kandidieren; die chilenische Verfassung erlaubt zwar mehrere Amtszeiten, jedoch nicht unmittelbar nacheinander. Mit Bachelet war Anfang 2006 erstmals eine Frau in das höchste Amt eines lateinamerikanischen Staates gewählt worden.