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Berlusconi bleibt im Krankenhaus

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Berlusconi bleibt im Krankenhaus

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Die Attacke auf Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi schlägt im Land hohe Wellen: Neben Solidaritätsbekundungen gibt es auch einige Oppositionspolitiker die meinen, er hätte selbst Schuld an dem vergifteten Klima. Berlusconi wurde gestern abend bei einer Parteiveranstaltung in Mailand von einem Mann attackiert. Der offenbar geistig Verwirrte warf Berlusconi eine Miniatur des Mailänder Doms an den Kopf. Dabei erlitt der 73-Jährige einen Nasenbruch und Verletzungen an der Lippe. Außerdem brachen ihm zwei Zähne ab. Der mutmaßliche Angreifer wurde festgenommen.

Der konsverative Ministerpräsident wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Die Attacke war das beherrschende Thema in Italiens Medien. Selbst “La Repubblica”, die sich seit Monaten immer deutlicher gegen Berlusconi positionierte, schrieb: “Diese
Ladung der Gewalt, die aus den Bildern spricht, erreicht uns alle.” Auch in den anderen Blättern wurde das “Klima des Hasses” diskutiert.

Senatspräsident Renato Schifani erklärte, Berlusconi mache neben den physischen Schmerzen vor allem der politische Hass, der zu phsyischer Aggression wurde, zu schaffen. Die Parteien sollten sich zusammensetzen und der Gewalteskalation ein Ende bereiten, denn die Demokratie in Italien sei in Gefahr.

Berlusconi, der schon Besuch von Freunden und Kollegen erhielt, muss mindestens noch eine Nacht im Krankenhaus verbringen. Die Verletzungen seien gravierender als erwartet, hieß es.