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Fischerei-Minister verhandeln über Fangquoten

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Fischerei-Minister verhandeln über Fangquoten

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Das alljährliche Feilschen hat begonnen: In Brüssel versuchen die zuständigen Minister, sich über die Fangmengen für 2010 zu einigen. Dieses Jahr wird die Sache noch erschwert, da sich die EU-Staaten bislang nicht mit dem Nicht-Mitglied Norwegen über Zugangsrechte zu den jeweiligen Hoheitsgewässern verständigen konnten.

Dann bleibt das Problem der Überfischung: Die Kabeljaubestände zum Beispiel haben sich nicht erholt. Die EU-Kommission schlägt eine weitere Senkung der Fangmenge um 25 Prozent vor.

Wegen des Streits mit Norwegen werden für viele Fischarten nur vorläufige Quoten erwartet. Der schwedische Ratsvorsitzende, Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson bekräftigte, dass man eine Einigung bis spätens diesen Dienstag suchen werde. Sonst werde die Fischerei nächstes Jahr zum Erliegen kommen. Daher müsse ein Weg gefunden werden.

Die Gespräche mit Norwegen sollen im Januar wieder aufgenommen werden. Sie waren vor allem an der Frage gescheitert, wie viele Makrelen in Norwegens Gewässern gefischt werden dürfen.

Heiß diskutiert werden dürfte bei dem dreitägigen Treffen auch erneut über die Quoten für Sardellen im Golf von Biskaya. Die EU-Kommission schlägt vor, den Fangstopp dort beizubehalten.

Die Minister werden außerdem über Maßnahmen gegen die Vermarktung von illegal geschlagenem Holz beraten.