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Politischer Streit beim Klimagipfel verschärft

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Politischer Streit beim Klimagipfel verschärft

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Beim Klimagipfel in Kopenhagen hat sich der politische Streit verschärft. Mit lautstarker Unterstützung zahlreicher Demonstranten boykottierten Enwicklungsländer zeitweise die Verhandlungen. Der dänischen Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard gelang es schließlich, die Gespräche wieder in Gang zu bringen.
Die ärmeren Länder warfen den Industriestaaten vor, das bestehende Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz zu ruinieren.
Im Konflikt um die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen geht es auch um den Beitrag von großen Schwellenländern wie Indien, hier vertreten durch seinen Umweltminister Jairam Ramesh. Der Chefunterhändler der Gruppe der 77 Entwicklungs- und Schwellenländer, der Sudanese Lumumba Di-Aping, sagte, die G77 würden erst an Verhandlungen teilnehmen, wenn die Streitfragen des Kyoto-Protokolls diskutiert worden seien; außerdem gehe es in dem Streit um die Frage, wer für den Abschlussentwurf des Gipfels zuständig sei. Und schließlich gehe es um die Transparenz des Prozesses und die gleichberechtigte Teilhabe aller hier vertretenen Länder.
Vor einem Treffen der EU-Umweltminister am Rande des Gipfels erklärte der schwedische Ressortchef Andreas Carlgren als turnusmäßiger Ratsvorsitzender, es werde Streit geben nicht zuletzt über die Forderung an entscheidende Länder wie China, ihre Treibhausgase zu reduzieren.
Der frühere amerikanische Vizepräsident Al Gore, dessen Einsatz für den Klimaschutz 2007 mit dem Friedensnobelpreis belohnt wurde, warnte vor einem Scheitern des Gipfels.
Zum Abschluss des Treffens am Donnerstag und Freitag werden Staat- und Regierungschefs aus 115 Ländern in Kopenhagen erwartet.