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Rote Liste der vom Klimawandel bedrohten Arten

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Rote Liste der vom Klimawandel bedrohten Arten

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Der Kaiserpinguin in der Antarktis gehört zu den zehn Spezies auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Es sind die am stärksten vom Klimawandel bedrohten Arten. Wenn das Packeis schmilzt, gerät auch die arktische Ringelrobbe in Bedrängnis – und muss sich immer weiter nach Norden zurückziehen.
Ebenfalls auf der Roten Liste steht der Polarfuchs: Wenn sein Lebensraum wärmer wird, gefällt es dort auch dem gewöhnlichen Rotfuchs, der dann seinen weißen Verwandten bedrängt.
Die Weltnaturschutzunion legte an diesem Montag in Kopenhagen ihren Jahresbericht über die bedrohten Arten vor. Erstmals ist er nur dem Klimawandel gewidmet.
Mit-Verfasserin Wendy Foden sagt: Weltweit sind schon tausende Arten betroffen, und langfristig werden so ziemlich alle betroffen sein. Wir haben einige von denen herausgestellt, die besonders empfindlich sind und sozusagen als Flaggschiffe anzeigen, was derzeit vorgeht und was noch passieren wird.
Ein Flaggschiff der Meeresbewohner ist der
arktische Belugawal: Wenn das Eis abschmilt, findet er weniger Beute, und der Mensch kommt ihm mit Schiffen immer näher. Und der Atlantik-Lachs wird anfälliger für Krankheiten, und seine Fortpflanzung wirde gestört.
In tropischen Regionen bedrohen steigende Temperaturen die Geweihkorallen. Zudem lässt Kohlendioxid die Meere versauern, was nicht nur den Korallen zu schaffen macht, sondern auch den Clownfischen, die dann schlechter riechen können – und so ihren Wohnraum, eine Anemone, nicht menr finden.
Im Pflanzenreich ist der Köcherbaum
in Namibia bedroht – durch immer häufigere Dürreperioden.