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Ban: "Ohne Klima-Abkommen katastrophale Folgen"

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Ban: "Ohne Klima-Abkommen katastrophale Folgen"

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Die dänische Polizei ist in der Nacht mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Randalierer am Rande des UN-Klimagipfels vorgegangen. Beamte nahmen in der Nähe des sogenannten “Freistaates Christiania” knapp 200 Menschen fest.

Mehrere Gruppen hatten Barrikaden errichtet, Feuer angezündet und Brandsätze gegen die Polizei geworfen. Christiania ist ein seit den 70er Jahren besetzt gehaltenes Kasernengelände in der Nähe des Kopenhagener Stadtzentrums, das geräumt werden soll.

Von New York aus rief UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon die Delegierten auf, sich auf einen Kompromiss zu verständigen:

“Ich appelliere an alle, im Endspurt ihren Einsatz zu verdoppeln. Wenn die Staatschefs alles auf den letzten Drücker lösen müssen, könnte das Ganze auf ein schwaches Abkommen hinauslaufen – oder sogar auf gar keines. Und das wäre ein Scheitern mit möglicherweise katastrophalen Folgen.”

Meinungsverschiedenheiten vor allem zwischen den USA und China hatten die erste Konferenzwoche geprägt.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit boykottierten die Delegierten vieler Entwicklungsländer zeitweise die Beratungen.

Beim geschlossenen Protest der 53 afrikanischen Staaten ging es vor allem um die Zukunft des Kyoto-Protokolls. Dessen erste Verpflichtungsperiode läuft 2012 aus.

Die meisten Schwellen- und Entwicklungsländer wollen das Kyoto-Klimaschutzabkommen weiterentwickeln, die USA sind für ein völlig neues Abkommen.