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Griechenland sucht einen Weg aus der Krise

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Griechenland sucht einen Weg aus der Krise

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In Griechenland haben Gewerkschafter gegen die Reformen protestiert, mit denen die Regierung gegen die schwere Finanzkrise des Landes kämpfen will. Am Vorabend hatte Regierungschef Giorgio Papandreou vor allem Einsparungen im Sozialbereich und bei der Bezahlung von Beamten angekündigt. Theodoros Georgiou von der Baugewerkschaft meint dazu, durch diese Maßnahmen würden die Arbeitnehmer ohne Job, ohne Versicherung und Ausbildung – kurz: ohne Zivilisation darstehen. “Solche Ankündigungen rufen nach einer Antwort!”

Konkret sind im öffentlichen Dienst eine Deckelung der Spitzengehälter und ein Einstellungsstopp im kommenden Jahr geplant, außerdem der Wegfall von Bonuszahlungen im staatlichen Bankensektor.

Nach den Katastrophenmeldungen der vergangenen Woche, will Papandreous Regierung mit dem angekündigten Plan die Neuverschuldung in den kommenden vier Jahren auf weniger als drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes senken. Das wäre die im EU-Stabilitätspakt geduldete Obergrenze. Derzeit liegt das Defizit bei 12,7 Prozent. Die Ratingagentur Fitch hatte nach dem Bekanntwerden dieses Defizits die Kreditwürdigkeit Griechenlands herab gestuft.

Bei einer Krisensitzung einigten sich nun Vertreter aller großen politischen Parteien die Kräfte zu bündeln, um das Land aus der schweren Krise zu führen. An erster Stelle soll dabei der Kampf gegen die Korruption stehen. Konkrete Maßnahmen wurden allerdings nicht beschlossen.