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Griechenland will finanzielle Glaubwürdigkeit zurückerlangen

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Griechenland will seine angeschlagene finanzielle Glaubwürdigkeit wiedererlangen. Ministerpräsident Giorgos Papandreou kündigte angesichts der 300 Milliarden Euro Schulden und einem Defizit als Anteil des Bruttoinlandsproduktes von 12,7 Prozent drastische Maßnahmen an. Griechenland drohe Gefahr unterzugehen und seine Souveränität zu verlieren. Er werde das Defizit bis 2013 wieder unter drei Prozent drücken. Vor dem griechischen Parlament sagte Papandreou, er werde keine halben Sachen machen, die sich auf die falschen Dinge konzentrierten, auf die falschen gesellschaftlichen Gruppen, die keine Verantwortung für die Finanzkrise trügen. Es sei leichter, Löhne und Renten zu kürzen, um eine gewisse internationale finanzielle Elite zu befriedigen, für die das Problem dort liege. Das Problem liege jedoch ganz woanders.

Papandreou kündigte ein neues Steuersystem an, bei dem auch Off-Shore-Unternehmen besteuert werden sollen. Zudem würden Immobiliensteuern und indirekte Steuern erhöht. Außerdem will er Korruption, Vetternwirtschaft und Seuerhinterziehung bekämpfen. Die soziale Lage in Griechenland ist angespannt. Das zeigte sich auch kürzlich bei den Demonstrationen im Gedenken an einen 15-Jährigen, der im vergangenen Jahr von einem Polizisten erschossen worden war.