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Massendemo von Kopenhagen: ein Blick hinter die Kulissen

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Massendemo von Kopenhagen: ein Blick hinter die Kulissen

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Massendemonstrationen wie diese haben dazu beigetragen, dass das Thema Klimawandel auf die weltweite Tagesordnung kommt. Zehntausende Menschen, die lautstark einen Rückgang der CO2-Emissionen fordern lassen sich schwer ignorieren.

“Wir wollen den politischen Führungskräften dabei helfen, Entscheidungen zu treffen, die mutiger sind, als das was sie gewagt hätten”, sagt eine Demonstrantin.

“Hier kommt die Stimme der Völker, der Basis zum Ausdruck”, findet ein anderer Demonstrant. “Wenn die Politiker das nicht berücksichtigen, werden wir weiter kämpfen.”

Großdemonstrationen passieren nicht spontan.
Um so viele Umweltaktivisten zur selben Zeit am selben Ort zu versammeln, sind viele Monate akribischer Planung notwendig.

Jorn Andersen, einer der verantwortlichen Organisatoren. “Wir verstehen das als eine offene Einladung an all jene, die keiner Organisation angehören. Wenn wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen wollen, müssen wir viel mehr Menschen daran beteiligen. Diese Bewegung muss für alle offen sein. Gemeinsam werden wir diskutieren, wie es weiter gehen soll. Dieser Prozess wird sich über die kommenden Monate und Jahre hinziehen.”

Frida Eklund kämpft für Oxfam, eine der vielen Organisationen, die ihre Kräfte für den Klimagipfel in Kopenhagen vereint haben, um inmitten der vielen Stimmen und Gruppen eine klare Botschaft zu vertreten.
“Die globalen Aktionstage waren entscheidend, um das hier auf die Beine zu stellen und genügend Menschen für die Schlüsselereignisse zu mobilisieren. An dem berühmten 12. Dezember waren 136 Länder mit rund 2700 Ereignissen rund um den Globus beteiligt, was wirklich großartig ist.
Ebenfalls wichtig ist, dass wir alle in dieselbe Richtung streben und dass wir eine gut durchdachte Strategie verfolgen, die unser Ziel und letzten Endes unsere Botschaft deutlich macht.”

Die Demonstration war eine der bislang größten Kundgebungen zum Klimawandel.
Vereint und friedlich auftreten lautete für die Organisatoren das oberste Gebot. Es ist ihnen gelungen, das Thema Umwelt in die Tagespolitik einfließen zu lassen. Ganz gleich, was beim Gipfel herauskommt, ihre Plakate einrollen werden sie erst dann, wenn ihre Botschaft erhört wurde.