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Streit um den Wert unserer Wälder

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Streit um den Wert unserer Wälder

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In Kopenhagen wird auch um unsere Wälder gestritten. Im Kyoto-Protokoll kamen die nämlich nicht vor. Ganz so, als hätten dessen Autoren in Biologie geschlafen und nichts über Photosynthese
gelernt. Das ist jener biochemische Vorgang, bei Kohlendioxid verbraucht und Sauerstoff freigesetzt wird. Fachleute schätzen, das Abholzen von Wäldern trage zu 20 bis 25 Prozent zu den steigenden CO-2-Werten bei.
Mathias Duwe vom “Climate Action Network” sagt:
“Die Industieländer haben eine historische Verantwortung, ihre Emissionen zu senken.
Sie versuchen aber bei der Buchführung über ihre Wälder zu tricksen. Australien und Russland machen das, auch EU-Länder wie Finnland, Österreich, Schweden.”

Wo keine klaren Ausgangswerte über den Baumbestand zu einem bestimmten Stichtag da sind, kann man auch keine Aussagen darüber machen, wieviel CO-2 gebunden wird.

Ein anderer Umweltschützer, Dale Marshall von der “David Suzuki Foundation” in Kanada, sagt, diese Lücke im Regelwerk spalte die EU.
Einige Länder wie Frankreich würden gern alle Wälder genau erfassen, andere wie Schweden, Finnland und Österreich nutzten hingegen diese Lücken, um abzuholzen.

Da ist es einfach, mit dem Finger auf Entwicklungsländer zu zeigen, die ihre Wälder für profitable Plantagen opfern.
Solange es keine klaren, einheitlichen Regeln für alle gibt, können gute Absichten leicht unterlaufen werden.