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Proteste behindern Klimagipfel

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Proteste behindern Klimagipfel

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Die Demonstrationen in Kopenhagen haben auch Auswirkungen auf den Ablauf des Gipfels gezeigt. Der Bus- und U-Bahn-Verkehr in Kopenhagen war derartig eingeschränkt, dass einige Gipfelteilnehmer nicht rechtzeitig im Kongresszentrum erscheinen konnten.

Auf Schwierigkeiten stieß auch die brasilianische Delegation. “Unser Delegationsleiter ist noch draußen”, klagte ein Brasilianer, “und die Sicherheitskräfte lassen nicht zu, dass Brasilien hier vollständig vertreten ist.” Die Präsidentin der Klimakonferenz, Connie Hedegaard, entschuldigte sich für die Behinderungen: “Ich bitte um Verständnis in dieser außergewöhnlichen Situation.” Wenig später gab Heedegard die Verhandlungsführung beim Gipfel an den dänischen Ministerpräsidenten Lars Lokke Rasmussen ab – ein Zeichen, dass sich die Beratungen in der Schlussphase befinden. Heedegard wird bis zum Ende des Gipfels die informellen Konsultationen leiten.

Inhaltlich wird es noch spannend: Die Entwicklungsländer drohten, die Konferenz platzen zu lassen, sollten die Industriestaaten keine weitergehenden, kurz- und langfristigen Finanzzusagen machen. Der britische Premierminister Gordon Brown kam bereits am Dienstag nach Kopenhagen. Am Freitag werden rund 120 weitere Staats- und Regierungschefs erwartet.