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Die Zutaten für ein Klima-Abkommen

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Die Zutaten für ein Klima-Abkommen

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Ein Feinschmecker Restaurant könnte die Entscheidungsträger, die auf dem Klimagipfel in Kopenhagen beraten, inspirieren. In der Küche des Sterne Kochs spielt der Respekt gegenüber der Umwelt eine große Rolle. Nur das Beste kommt auf die Teller. Chefkoch Thomas Herman hat hier das Sagen: “Beim Kochen im Restaurant kommt es auf die Zutaten und auf die Mannschaft an, die die Speisen für die Gäste zubereitet.”

Auch beim Klimagipfel achten die Teilnehmer auf jedes Detail, wenn es darum geht, gemeinsam ein Erfolgsrezept auszuarbeiten. Doch mit welcher geheimen Zutat kommt es hier zu einer Einigung?”
Für den Erzbischof Desmond Tutu steht unsere Zukunft auf dem Spiel: “Wenn wir nicht erkennen, dass wir nur diese eine Welt haben, wenn wir scheitern, sind wir am Ende.”

Und dann wollen wir wissen, was das Erfolgsrezept beim Gipfel ist?
Die dänische Klimaministerin Lykke Friis meint:
“Ein wohlschmeckender Eintopf mit vielen Zutaten. Es sollen sehr viele Menschen diesen Eintopf essen und deswegen müssen alle darin etwas finden, das sie wirklich mögen.”
Für James Michel, den Präsidenten der Seychellen, kommt es auf die Zusammenarbeit an:
“Es ist wichtig, dass wir alle so kooperieren wie die Chefköche in einer Küche. Sie nehmen verschiedene Zutaten und am Ende ergibt das ein Gericht, das für alle annehmbar ist.”

Der Europa-Abgeordnete Graham Watson legt Wert auf die Ausgewogenheit des Gerichts:
“Wir müssen ein Gleichgewicht finden zwischen den Ausstoßquoten und den Empfehlungen der Wissenschaftler. Wir müssen die Bedürfnisse der Entwicklungsländer und den Betrag, den die Industriestaaten bereit sind zu zahlen, aufeinander abstimmen. Wir brauchen mehr Vertrauen.”

Und für Rajendra Pachauri den
Vorsitzenden der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe über Klimaänderungen (IPCC), ist alles eine Frage der Zutaten:
“Vor allem die reichen Länder haben die Zutaten, sie dürfen sie nicht zurückhalten – sie sollten nicht knausern sondern dafür sorgen, dass es ein gutes Mahl wird.”

Wie werden sich die geladenen Gäste die hohe Rechnung teilen? Auf diese Frage müssen die Gipfelteilnehmer in Kopenhagen eine Antwort finden.