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Erinnern an Revolution

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Rumänien erinnert an den Umsturz vor 20 Jahren: Alles begann im westrumänischen Timisoara, zu deutsch Temeswar. Anlaß der Revolte war die geplante willkürliche Versetzung eines regimekritischen Pfarrers. Am 16. Dezember 1989 brach hier an der Grenze zu Ungarn und Serbien der Volksaufstand los. Am nächsten Tag kam es zu einem Massaker auf dem Platz der Oper als Armee und die Geheimpolizei Securitate auf die Demonstranten schossen.

Schnell breitete sich der Protest über das ganze Land aus und erreichte auch Bukarest. Am 22. Dezember flohen der autokratische kommunistische Staatschef Nicolae Ceausescu und seine Frau Elena aus Bukarest. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurden sie nach einem geheimen Schnellprozess durch Erschießen hingerichtet. Kurz vorher hatte eine Gruppe um den Altkommunisten Ion Iliescu die Macht ergriffen.

In Rumänien herrschte das furchterregendste Regime des Ostblocks. Es war auch das einzige Land in dem es bei der Wende vor 20 Jahren zu Blutvergießen größeren Ausmaßes kam. Bei der Revolution kamen mehr als 1.000 Menschen ums Leben.