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Schuldenlast: Athen in Zugzwang

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Schuldenlast: Athen in Zugzwang

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Griechenland rutscht weiter in die Schuldenfalle. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat ihr Kreditrating für das Land gesenkt. Damit folgte S&P auf die Agentur Fitch, die bereits vergangene Woche ihre Beurteilung nach unten korrigiert hatte. Dadurch kann Griechenland weitere Staatsanleihen nur noch zu erhöhten Zinssätzen aufnehmen, was sich wiederum auf die Schuldenlast auswirken könnte.

Bereits jetzt liegt das Haushaltsdefizit bei 12,7 Prozent, die Staatsverschuldung bei 113 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Sowohl S&P als auch Fitch beurteilten die Kreditwürdigkeit des Landes mit BBB+ ausnehmend schlecht.

Und die von der Regierung geplanten Massnahmen gegen den Staatsbankrott sind bei der Bevölkerung unbeliebt. Das Land wird von einer Streikwelle heimgesucht.

Nach den Lehrern gestern streikten heute Journalisten und Ärzte. In den Krankenhäusern werden nur noch Notfälle behandelt.

Von der Regierung forderte die deutsche Bundekanzlerin Angela Merkel mehr eigene Anstrengungen im Kampf gegen das Staatzsdefizit. Keine Leichte Aufgabe: Denn noch mehr Streiks könnten alle Anstrengungen zunichte machen.