Eilmeldung

Eilmeldung

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Sie lesen gerade:

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Schriftgrösse Aa Aa

In die Beratungen des Kopenhagener Weltklimagipfels ist Bewegung gekommen. Nach einem Sondertreffen beauftragten rund 25 Staats- und Regierungschef ihre Diplomaten, noch in der Nacht zum Freitag eine “politische Erklärung” zu den umstrittensten Punkten auszuarbeiten. Diese Erklärung soll aber kein Ersatz für ein Klimaabkommen sein. Die Europäische Union hatte zu dem Mini-Gipfel eingeladen.

“Wir unternehmen einen Drahtseilakt. Es gibt noch substantielle Unterschiede, aber ich habe nichts entdeckt, das darauf hindeutet, dass wir die Unterschiede nicht überbrü cken können. Die Staatsmänner sind nach Kopenhagen gekommen, weil wir ein Abkommen wollen”, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf dem Staatsbankett, das die dänische Königin am Abend für die Konferenzteilnehmer gab..

Die Vereinigten Staaten sind zu Zugeständnissen bereit, machen diese aber von einem Entgegenkommen Chinas abhängig. “Im Kontext eines starken Abkommens sind die USA bereit mit anderen Staaten daraufhinzuarbeiten, dass wir ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für die Erfordernisse des Klimaschutzes den Entwicklungsländern zur Verfügung stellen”, versprach US-Außenministerin Hillary Clinton.

US-Präsident Barack Obama wird am Freitagmorgen in der dänischen Hauptstadt erwartet. Obama will auch mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao zusammentreffen. Die USA und China, die gemeinsam fast für die Hälfte aller Treibhaus-
Emissionen verantwortlich sind, verhandeln seit Monaten bilateral über das Klimaabkommen.