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Kein Vorwurf des Insiderhandels mehr

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Kein Vorwurf des Insiderhandels mehr

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Die französische Börsenaufsicht AMF hat ihre Ermittlungen gegen mehrere Manager des Luftfahrtkonzerns EADS eingestellt. AMF hatte wegen Insiderhandels gegen insgesamt 17 Führungskräfte ermittelt.

Diese hatten große Mengen EADS- Aktien aus Privatbesitz verkauft, nur wenige Wochen bevor ihr Unternehmen im Juni 2006 bekannt gab, dass es erhebliche Verzögerungen bei der Fertigung des Großraumflugzeuges A380 habe. EADS Aktien fielen danach – wenig überraschend – um 26 Prozent.

Zu den Beschuldigten gehörten der damalige Airbus Co-Vorsitzende Noel Forgeard, der EADS-Anteilseigner Arnaud Lagardère und der derzeitige Co-Vorsitzende von Airbus, Tom Enders.
Gegen Forgeard und vier weitere Manager stehen noch Ermittlungen der französischen Justiz aus, der AMF-Bericht dürfte ihnen jedoch Rückendeckung geben.

Die Börsenaufsicht begründete ihre Entscheidung damit, keinerlei Beweise für den Insiderhandel gefunden zu haben. Es gebe keine Belege, dass die 17 Manager beim Verkauf ihrer Aktien bereits von den Schwierigkeiten des Flugzeugbauers gewusst hätten.