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Kopenhagen: Inselstaaten auf verlorenem Posten

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Kopenhagen: Inselstaaten auf verlorenem Posten

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Die Kiribati-Inseln ragen schon heute nur als schmale Atolle aus dem Meer heraus. Die gut 100.000 Bewohner der Inselgruppe im Südpazifik, auf halbem Weg zwischen Hawaii und Australien, fordern wie andere kleine Inselstaaten ein Klimaschutzziel von 1,5 statt zwei Grad Erderwärmung.

Der dringende Appell des Präsidenten Anote Tong in Kopenhagen: “Selbst zwei Grad globale Erwärmung sind schon zu viel für uns. Über drei Grad brauchen wir gar nicht mehr zu reden, denn da sind wir sowieso schon von dieser Erde verschwunden. Deshalb haben wir 1,5 Grad gefordert. Wir haben hier Länder, die Wirtschaftswachstum als Kosten ansehen, die sie zu tragen haben. Wir aber reden über unser schlichtes Überleben als letzte Kosten, die wir wegen des Klimawandels tragen müssen. Das kann man gar nicht vergleichen.”

Über vierzig Inselstaaten haben sich zusammengeschlossen, um ihrer Forderung nach maximal 1,5 Grad Nachdruck zu verleihen. Doch schon jetzt ist klar, dass sie auf verlorenem Posten stehen.