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Mehr Rechte für Busreisende

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Mehr Rechte für Busreisende

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Nach Bahn- und Flugpassagieren bekommen nun auch Busreisende in der EU mehr Rechte. Die Verkehrsminister einigten sich nach hartem Ringen auf Verbesserungen im internationalen und nationalen Fernverkehr. Regionale Betrieben
können, müssen aber nicht eingeschlossen sein.

Eine wichtige Neuerung: Behinderte dürfen nicht mehr abgewiesen werden, außer aus “Gründen der Sicherheit oder fehlender Infrastruktur”, wie es im Dokument des Ministerrats heißt.

Diese Rechte für Personen mit eingeschränkter Mobilität werden im übrigen auch für regionale Busbetriebe gelten, fügt Ulrich Weber vom Internationalen Verband für öffentlichen Verkehr hinzu, womit sein Verband einverstanden sei.

Allerdings müssen entsprechende Haltestellen und Vorrichtungen für diese Passagiere nicht überall eingerichtet werden.

Bei Verspätungen bekommen auch Busreisende Anspruch auf Kostenerstattung, und, “wenn möglich” auf Speisen und Getränke.

“Der Passagier bekommt bei großen Verspätungen oder gar Streichung der Fahrt entweder Anspruch, über eine andere Strecke befördert zu werden, also mit einem anderen Bus etwas später, oder er hat Anspruch auf Fahrpreiserstattung, wenn er sein Ziel nicht erreichen kann”, erklärt Michel de Blust vom Verband der europäischen Reiseveranstalter.

Bei Verletzung oder Tod durch ein Busunglück sollen die Busgesellschaften pro Passagier mindestens 220.000 Euro Schadensersatz zahlen, bei Verlust oder Beschädigung des Gepäcks mindestens 1.200 Euro.

Insbesondere Deutschland und Großbritannien hatten sich dagegen gewehrt, die Regelungen grundsätzlich auch für den städtischen und regionalen Nahverkehr durchzusetzen. Nun muss noch das Europa-Parlament dem Vorhaben zustimmen.